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13. April 2018 - Aus dem Emsland in den Westerwald

Der Zusammenbau der Dampflokomotive  44 508 erfordert mitunter schweres Gerät.  Nun nennen die Westerwälder Eisenbahnfreunde zwar einen Autokran ihr Eigen, aber die Verwendungsbreite des Krans hat auch Grenzen. Und beim anstehenden Einbau der Treib-  und Kuppelstangen der Lok ist der Kran überfordert, weniger wegen des hohen Gewichtes der Stangen, vielmehr wegen des Einbauortes, denn ein Kran kann nun einmal nur von oben heben und senken.  Mit  einem Gabelstapler lässt sich die Aufgabe aber auch von unten herauf bewältigen. Allerdings braucht man für diese Arbeit viel Zeit und Feingefühl, das heißt der Stapler wird wohl etwas länger benötigt. Eine langfristige Miete kam nicht in Betracht, nur jeweils samstags einen Stapler auszuleihen hätte die Vereinskasse auch schwer belastet.

So begann die Suche nach einem gebrauchten funktionsfähigen Stapler, der den Wünschen und dem Budget der WEF´ler entsprach.  Über das Internet begann eine deutschlandweite Suche, die schließlich im Emsland zum Erfolg führte. Der angebotene Gabelstapler war zwar schon etliche Jahre im Gebrauch, optisch ein wenig in die Jahre gekommen, aber technisch in einem guten Zustand

  

Also führte uns der Weg nach Meppen ins Emsland. Es war am „Freitag dem Dreizehnten“, was uns jedoch nicht von unserem Vorhaben abhielt, denn Aberglaube ist uns fremd. Unsere Zuversicht wurde in jeder Hinsicht belohnt, eine staufreie An- und Rückreise über normalerweise verstopfte Autobahnen und ein problemloses Verladen des immerhin gut 5 Tonnen schweren Gerätes. 

  

  

Bei der Ankunft in Westerburg stand schon ein Empfangskomitee bereit und der 1.Vorsitzende ließ es sich nicht nehmen, den Stapler höchstpersönlich vom Transportanhänger zu fahren. Nach einer kleinen Ehrenrunde ging es dann in den Lokschuppen, um am nächsten Tag für einen gründlichen Frühjahrsputz gleich wieder herausgefahren zu werden.  Wenn der Gabelstapler erst einmal in frischem Lack erstrahlt, haben wir auch ein weiteres vorzeigbares museales Arbeitsgerät in unserer Fahrzeugsammlung.

Text und Fotos: Andreas Böttger

07. April 2018 – Montagetag an der Lok 44 508

Wie bereits berichtet, waren alle Bauteile der Bremsanlage während der Wintermonate restauriert worden und nun war der Tag der Montage gekommen. Dieter Neumann hatte den Arbeitsablauf geplant und auch die dazu notwendigen Zeichnungen mitgebracht. Bis auf eine Führungshülse war alles vollständig und bei der Herstellung eines entsprechenden Ersatzteils zeichnete sich Maurice Nier aus. Selbst noch in der Ausbildung, zeigte er den alten Hasen, was er schon erlernt hat und fertigte das benötigte Teil präzise und passgenau an.

  

Dem Einbau stand nichts mehr im Wege und in rekordverdächtiger Zeit wurde die Arbeit von der Mannschaft erfolgreich beendet. Zum Nachmittag wurde ein weiterer Schritt zur Komplettierung der Lokomotive in Angriff genommen.  Um das Antriebsgestänge der Lok montieren zu können, müssen die Radsätze auf gleicher Höhe ausgerichtet sein. Eine Aufgabe, die ein gutes Augenmaß und viel Feingefühl erfordert. Bei strahlendem Sonnenschein konnte auch diese Aufgabe gemeistert werden.

   

Der nächste Schritt wurde auch gleich geplant; die Herrichtung der Treib- und Kuppelstangen sowie der äußeren Steuerung. Hier zeigte sich jedoch, dass sich diese Bauteile in der hintersten Ecke im Lagerwaggon befinden und zudem noch sehr schwer sind. Es bedarf also wieder einmal eines umfangreichen Arbeitseinsatzes, um an das benötigte Material zu gelangen.

Aber der Frühling setzt ja bekanntermaßen Kräfte frei!                                                                                        Fotos und Text: Andreas Böttger

31. März 2018 - Frühjahrsputz

In den Wintermonaten wurde das Bremsgestänge der 44 508 gesandstrahlt, grundiert und lackiert. Nun soll es wieder am angestammten Platz montiert werden. Dazu braucht man eine Montagegrube, um unter der Lok arbeiten zu können. Montagegruben sind unter allen Lokständen in unseren Lokschuppen vorhanden, aber...   Ja, wenn so eine Grube nicht der ideale Ort wäre, um Dinge zu lagern oder einfach aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. So ist es in den letzten Jahren häufig geschehen und dann in Vergessenheit geraten.

    

Am Samstag wurde die 44 508 vor den Schuppen gezogen und anschließend konnten die Abdeckungen der Grube geöffnet werden. Es war wie ein Ehemaligentreffen, man hatte sich lange nicht gesehen und dann schnell wiedererkannt. Und schon kam die Frage auf: Wohin mit dem Zeug? Die Begriffe "Wegwerfen" oder "Entsorgen" sind bei den Eisenbahnfreunden weniger beliebt, also bleibt nur das Umlagern. Doch zunächst stand eine gründliche Reinigung auf dem Programm. Dank der Kellerräume im Eisenbahn-Plakat-Museum fand das Material auch einen neuen Lagerort und der notwendige Arbeitsraum für die Montage der Bremsgestänge konnte in der Grube geschaffen werden.

    

Nun kann die geplante Arbeit aufgenommen werden und damit ein weiterer Schritt zur Komplettierung der Lokomotive erfolgen.

Unseren Aktiven war die Freude über das geleistete Tagespensum ins Gesicht geschrieben.                                                                                                                                                                                                                                                        Text und Fotos: Andreas Böttger