Aktuelles

 

Wissen was die Stunde geschlagen hat!

Was gibt es Neues im und um den Erlebnisbahnhof Westerwald?

Wir berichten über unsere Veranstaltungen und über unsere Arbeitsprojekte.

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10. September 2017 - Herbstzeit ist Modellbahnzeit

 

Darauf fiebern die Eisenbahnbahnfreunde hin, nach der Hitze des Sommers werden die Tage kürzer und die Abende länger, es ist an der Zeit das Modellbahnhobby zu pflegen, den Fuhrpark oder die Anlage zu erweitern. Da kommt der Herbst-Modellbahntag der Westerwälder Eisenbahnfreunde gerade recht!

Im Westerburger Lokschuppen war wieder einmal alles aufgeboten worden, was den Modelleisenbahner glücklich machen kann.

 

Das umfangreiche  Angebot der Händler ließ wohl keine Wünsche offen, denn wohin man auch schaute, überall zufriedene Gesichter.  Das Wetter zeigte sich, entgegen der trüben Prognosen, von einer recht positiven Seite, sodass auch die Lokomotiven im Freigelände im besten Licht begutachtet werden konnten.

  

Als besonders attraktiv erwies sich eine Dampfmaschine, an der James Watt sicherlich seine Freude gehabt hätte.  Herr Hölper aus Pottum schuf eine voll funktionsfähige Eigenkonstruktion, die ihresgleichen sucht!  Gespeist mit Niederdruck-Dampf treibt sie einen kleinen Generator in Form einer Gleichstrom-Lichtmaschine an. Zum Erstaunen der Besucher wurden mit der erzeugten Elektrizität die Lokomotiven der LGB-Gartenbahn angetrieben, die direkt neben der Dampfmaschine ihre Runden drehen konnten.  Im übertragenen Sinne „Live-Steam“, oder anders ausgedrückt „Echt-Dampf-Betrieb“, wobei selbst der Fahrbetrieb der Modell - Lokomotiven mit der Dampfmaschine geregelt werden konnte, natürlich auch von den obligatorischen Signalen der Dampfpfeife angekündigt.

  

Für die kleinen Gäste gehört es im Erlebnisbahnhof einfach dazu, einige Runden mit der Gartenbahn „Rumpelchen“ zu fahren. Wer es sportlich wollte, der durfte mit der Handhebeldraisine der Interessengemeinschaft Westerwald-Querbahn (IWQ) auf der kurzen noch vorhandenen Gleisanlage der Querbahn in Westerburg ausprobieren, was ab Rennerod auf langer Strecke von der IWQ als Bahnabenteuer angeboten wird. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, herzhaft am Grill-Pavillon, köstlich süß in der Cafeteria-Andreasstube, wo Kaffee, Kuchen und die mittlerweile berühmten „Lokschuppenwaffeln“ zum Verweilen einluden. Diese Angebote fanden bei unseren Gästen regen Zuspruch, hieß es doch zum Ende des Tages „ausverkauft“!

Ein Besuch im Erlebnisbahnhof Westerwald bietet auch immer die Gelegenheit Deutschlands einziges Eisenbahn-Plakat-Museum zu besuchen und sich dort einer kompetenten Führung anzuschließen.

Am 10. Dezember 2017 öffnet der Erlebnisbahnhof für einen Weihnachtsmarkt mit Modellbahnbörse und beendet mit dieser Veranstaltung die Saison 2017.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Text: Andreas Böttger, Fotos: Wolfgang Steffen, Andreas Böttger

02. September 2017 - Vereinsausflug entlang der Täler von Lahn, Rhein und Sieg.

Am ersten  September-Wochenende ruht die Arbeit im Erlebnisbahnhof Westerwald, denn dann gehen die Eisenbahnfreunde auf Reisen.  In diesem Jahr stand wieder der eintägige Ausflug auf der Agenda, und der beginnt in der Regel am Bahnhof Westerburg.  Wie es sich für Eisenbahnfreunde gehört, fuhren wir zunächst mit einem planmäßigen Triebwagen der HLB nach Limburg.

  

Von dort ging es mit einem TALENT - Triebzug  weiter durchs Lahntal mit dem Ziel Koblenz. Unsere nächste Station hieß Linz am Rhein, wo schon der historische Schienenbus VT 98 der 50er Jahre auf uns wartete.  Dort, wo sich auf der rechten Rheinseite das Siebengebirge und der Westerwald treffen, befindet sich das Kasbachtal mit seinen urwüchsigen Wäldern an steilen Hängen.  Der Schienenbus bewältigt die Steilstrecke  zur Bergstation Kalenborn in gut zwanzig Minuten. Der geplante Zwischenstopp in der „Alten Brauerei“ im Kasbachtal musste leider ausfallen, da im Vorfeld eine Reservierung für unsere Gruppe leider nicht mehr möglich war.  So fuhren wir gemütlich zurück ins Rheintal und stärkten uns in Linz der „Bunten Stadt am Rhein“. 

 

Die Altstadthäuser und Plätze warteten auf ihre Besichtigung und diejenigen die schlecht zu Fuß waren konnten den regen Verkehr auf dem nahegelegenen Rhein und das bunte Treiben auf der Uferpromenade beobachten. Bemerkenswert war auch der am Samstag herrschende rege Güterverkehr auf der „Rechten Rheinstrecke“ und die Vielfalt der darauf verkehrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Der weitere Reiseverlauf führte uns entlang des Rheins  bis Troisdorf, wo wir uns nach kurzem Aufenthalt,  nun mit dem Regionalexpress RE 9, entlang der Sieg auf den Weg nach Au/Sieg begaben.  Dort erwartete uns bereits der Triebwagen der „3Länder Bahn“, der uns als RB 90 über die Oberwesterwaldbahn zurück nach Westerburg bringen sollte. 

Als Triebfahrzeugführer begrüßte uns unser Vereinsmitglied Christoph, der zwar nicht am Ausflug teilnehmen konnte, aber nun zumindest von Au bis Westerburg an der erfolgreichen Durchführung aktiv beteiligt war.

 Und so fand gegen 20:00 Uhr ein langer, abwechslungsreicher  und interessanter  Vereinsausflug ein Ende.

Text: Andreas Böttger, Fotos: Wolfgang Steffen, Andreas Böttger

20. August 2017 - Der Fototag ließ keine Wünsche offen

Und wieder einmal bewahrheitete es sich, dass Petrus wohl ein Eisenbahnfreund ist. Schaute man am Morgen noch etwas sorgenvoll zum Himmel, so wurde es gegen 10:00 Uhr recht heiter und die Fotosession konnte beginnen. Klein aber fein zeigte sich zunächst die DEUTZ KS 55 B und machte Platz für den ersten Höhepunkt der Schau.

 

Die Deutz V6M 436 R verließ mit eigener Kraft den Lokschuppen, die Schiebewände des Motorraums wurden geöffnet und schon konnte man den gewaltigen 6-Zylinder-Motor bewundern. Ein Genuss für Augen und Ohren ist der pneumatische Startvorgang der Maschine. Von den Anlassflaschen mit bis zu 30 bar gespeist wird die Maschine über zwei Zylinder angeblasen, setzt damit auch die Schwungmasse in Bewegung und der Motor dreht sich. Als Selbstzünder läuft der Motor bei entsprechender Kompression an und die Anlassluft kann bei rundem Lauf des Motors unterbrochen werden. Mit einem Hubraum von 98 Litern und einer Leerlaufdrehzahl von etwa 180 Umdrehungen / Minute ein beeindruckendes Schauspiel, zumal "unsere" V6M 436 R die weltweit einzige Maschine ist, die in einem betriebsfähigen Zustand präsentiert werden kann. Alsbald gesellte sich dann die luftgekühlte Deutz KS 230 B hinzu, deren 12-Zylinder Vielstoffmotor eher das "schnurrende Kätzchen" gab.

 

Als nächstes rollte die Krauss-Maffei ML 440 C ins Blickfeld der Fotografen; als stärkste Lok in der Sammlung sollte ihr die Ehre zuteil werden, die schwere Güterzug-Dampflokomotive 44 508 aus dem Schuppen zu ziehen.

Darauf hatten viele Eisenbahnfreunde gewartet, denn die 44er verlässt nur zu besonderen Anlässen ihren Standplatz im Schuppen. Seit dem vergangenen Fototag hatten die Westerwälder Eisenbahnfreunde viel Zeit und Arbeit investiert, um die Maschine weiter zu vervollständigen und beim Anblick der Lok war man sich einig, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Auch zukünftig sollen weitere Bauteile wieder an ihren angestammten Platz angebaut werden.

 

 

Gegen Mittag waren fast alle Lokomotiven vor dem Lokschuppen versammelt, bis auf die Feldbahnlok DIEMA DS 90. Die Lok ist zwar voll funktionsfähig, jedoch mangelt es an tragfähigen Feldbahngleisen in der Spurweite 600mm. Um die Lok dennoch bewegen zu können haben ihr die WEF`ler regelspurige Rollböcke spendiert und so konnte auch diese Maschine mit Muskelkraft vor das Schuppentor gerollt werden. Für ein lohnendes Motiv packt der Eisenbahnfotograf gern mal mit an.

Zur großen Abschlussparade gab es dann den "Segen von Oben", der den Maschinen einen ganz besonderen Glanz verlieh. Doch schon nach wenigen Minuten zeigte sich auch wieder die Sonne und die 2-Wege-Fahrzeuge gesellten sich zu den Lokomotiven.

 

Neben unserem allseits bekannten U900 Zw82S konnte auch ein Gastfahrzeug der Interessengemeinschaft Westerwald-Querbahn begutachtet werden. Erfolgt beim Bw-Unimog die Spurführung nach dem System ZWEIWEG mit Doppel-Rollen, so konnte beim Gast, der sich schon durch die Farbgebung abhob, das System RIES unter die Lupe genommen werden.

Alles in allem eine gelungene Sonderveranstaltung von Eisenbahnfreunden für Eisenbahnfreunde, an der nicht nur die Besucher ihre Freunde hatten.

Text: Andreas Böttger, Fotobeiträge: Wolfgang Steffen, Patrick Böttger, Andreas Böttger