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Wissen was die Stunde geschlagen hat!

Was gibt es Neues im und um den Erlebnisbahnhof Westerwald?

Wir berichten über unsere Veranstaltungen und über unsere Arbeitsprojekte.

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24.10.2022 - Zur Erinnerung an den 31. Mai 1975

Der 31. Mai 1975 war für die Westerburger Eisenbahner ein besonderer Tag, denn der letzte planmäßige Dampflokeinsatz bedeutete Abschied nehmen vom Dampfbetrieb.

Als Reminiszenz an die letzte Fahrt mit der Dampflok 052 404-1 aus der Bw-Ast Westerburg haben wir nun ein Denkmal, in Form eines Kuppelrades der Dampflok 052 415-1, aufgestellt. Die Lokomotive 052 415-1 wurde am 12.03.1968 im Betriebswerk Frankfurt/M2 ausgesondert. Wo die Verschrottung der Maschine letztendlich stattfand ist nicht belegt. Vermutungen legen nahe, dass die Lok auf dem Schrottplatz der Firma Schuy in Limburg ihr Ende fand.

 

Einem Eisenbahnfreund aus Nassau gelang es jedoch, besagtes Treibrad vor dem Schmelzofen zu retten und so stand es fast fünfzig Jahre im Vorgarten seines Anwesens. Im Mai 2019 wurde das Rad den Westerwälder Eisenbahnfreunden überlassen und nach Westerburg transportiert. Die aufwändigen Restaurierungsarbeiten und die sich anschließende Corona-Pandemie verzögerten eine Aufstellung erheblich. Hinzu kam, dass man sich über den zukünftigen Aufstellungsort noch nicht im Klaren war.

     

Mit dem Umbau des Vorplatzes vom Stellwerk Wn ergab sich nun eine ideale Stelle, an dem das Rad jedem Besucher direkt ins Auge springt. Neben der bereits beschriebenen Splitterschutzzelle aus dem II. WK entsteht nun ein Ort der Erinnerung an längst vergangene Zeiten der Lokstation Westerburg. Platz für ein weiteres historisches Objekt wäre noch vorhanden, aber darüber berichten wir erst, wenn es so weit ist.

                                                                                                                               Text: Andreas Böttger, Fotos: Joachim Höhl, Andreas Böttger

09.10.2022 - Der Ausbau schreitet voran...

In den letzten drei Wochen hat sich auf dem Gelände des Erlebnisbahnhofs wieder viel verändert. Die Gleisjoche der einzubauenden Weichen liegen nun an den geplanten Einbauorten und warten auf die Ausrichtung und den endgültigen Einbau. Seit Anfang Oktober sind auch wieder Baumfällarbeiten erlaubt. Nun konnte mit der Entfernung der kranken und sturmgefährdeten Gehölze begonnen werden.

Direkt vor dem Stellwerk Wn steht ein kleines Bauwerk, was schon manchen Besucher zum Grübeln brachte. Dass es sich dabei um einen Bunker handelt, führte manchmal zu einer ungläubigen Reaktion, die einer Erläuterung bedurfte. Unser "Einmann-Bunker" ist eine SSZ !

 

Die Splitterschutzzellen (SSZ) wurden vor dem II. Weltkrieg entwickelt und teilweise auch schon gebaut. Diese Bunker sollten Schutz vor Splittern durch Bombenexplosionen oder Beschuss mit leichten Feuerwaffen bieten. Mit Beginn des II. Weltkrieges wurden die Splitterschutzzellen zu  Zehntausenden im Deutschen Reich aufgestellt, eine exakte Zahl ist unbekannt. Sie wurden überall dort eingesetzt, wo einzelne Personen keinen geeigneten Schutzraum erreichen konnten, so wie hier für das Stellwerkspersonal im Stellwerk Westerburg Nord (Wn).

Nach der Kapitulation 1945 forderten die Alliierten Siegermächte im Rahmen der Entmilitarisierung Deutschlands die Zerstörung aller Luftschutzbauten, auch der Splitterschutzzellen. Die massive Bauweise, die große Stückzahl und die  weitflächige Verteilung verhinderten die restlose Beseitigung. Unser Einmannbunker blieb erhalten und hat heute die Funktion eines technischen Baudenkmals am historischen Ort.

                                                                                                                                                                       Text und Fotos: Andreas Böttger

18.09.2022 - Arbeitsbericht 37. Kalenderwoche

Die älteren Leser werden sich vielleicht noch daran erinnern, dass während der Ausbildung Berichtshefte mit Tages- und Wochenberichten geführt wurden. Nun befinden sich die Westerwälder Eisenbahnfreunde zwar nicht mehr in der Ausbildung, doch das aktuelle Geschehen an und in unserer Gleisanlage ist durchaus lehrreich. Dank der Initiativen der Firmen "MZ Manuel Zimmermann Eisenbahndienstleistungen" sowie der "Leiteritz ServiceLogistik GmbH" finden auf unserem Gelände umfangreiche Gleisbauarbeiten statt. Weithin sichtbar ist das am historischen Platz aufgestellte Ausfahrsignal in Richtung Rennerod, dessen aktuelles Signalbild Hp 2 als symbolisch für die Arbeiten gelten kann: "es geht langsam voran".

 

 

Begonnen wurde der erneute Arbeitseinsatz mit dem Einbau zweier Prellböcke am Eingang des Museumsgeländes. Danach wurde der bereits erwähnte Signalmast aufgerichtet und wieder komplettiert, dem dann noch der Einbau einer Gleissperre folgte. Ganz nebenbei wurde auch der aus dem Zweiten Weltkrieg stammende "Einmann-Bunker" aus der "Versenkung" gehoben, sodass jetzt wieder ein Blick ins Innere möglich ist. Die angrenzende Böschung wurde mit L-Steinen stabilisiert. Auf der so entstandenen ebenen Fläche wird zukünftig ein Treibrad der Reichsbahn - Dampflokomotive (DRB) Baureihe 50 ÜK (50 2415 Übergangs-Kriegslok) zu Ausstellungsehren kommen.

 

 

Am Donnerstag und Freitag standen umfangreiche Erdarbeiten auf dem Programm, galt es das Planum für Weichen und Gleise zu schaffen. In Kürze soll dann der Anschluss an das bereits im letzten Jahr eingebaute Gleis in Richtung der Kreuzungsweiche erfolgen.

 

 

Am Samstag wurde trotz widriger Wetterbedingungen vom 1. Vorsitzenden persönlich, ein Teil der ausgebauten Altschwellen für den Transport zur Entsorgung verladen.

Wir schauen nun schon auf eine arbeitsreiche 38. Kalenderwoche, die hoffentlich mit gutem Wetter beginnt.

                                                                                                                                                                         Text + Bilder: Andreas Böttger